Mitarbeit bei der MUT-TOUR

Die MUT-TOUR lebt zu einem großen Teil vom ehrenamtlichem Engagement vieler Begeisterter in ganz Deutschland. Das fängt mit den meist ehrenamtlichen ADFC-Tourenleitern, die die Mitfahr-Aktionen vor Ort leiten, an und endet bei ehrenamtlichen Mitarbeitern, die das bestehende und bezahlte Team unterstützen.

Ein ehrenamtliches Engagemente kann ähnlich einem Praktikum laufen (Kürzere Dauer, mehr Wochenstunden) oder permanent und egal wo in Deutschland stattfinden, wie z.B. bei unseren Ortsgruppen-Leitern.
Wenn wir von uns auch ehrenamtliche Unterstützung suchen, findet Ihr unten entsprechende Gesuche.
Wenn andersherum jemand von Euch mithelfen will: Meldet Euch über Kontaktformular bei Annika, sie ist erste Ansprechpartnerin für alle Mitarbeitsfragen.

-> Studenten können im Rahmen der MUT-TOUR Arbeiten schreiben.
-> Es gibt auch bezahlte Jobs bei der MUT-TOUR.

Ausflug der Ortsgruppen Bochum/Rhodt

Erster gemeinsamer Ferientag

Wieder einmal „OnTheRoad“ again. Jürgen aus Bochum war für ein paar Tage zu Besuch in der Pfalz und wie immer bei Radfahrjunkies und Mood-Tour infizierten ein Ritt auf dem „TandemStahlross“ muss es schon sein. Die versprochenen neun Sonnenstunden verkürzte die Tagesbadesaison auf „Null“. Nur kurz bekamen wir ein paar Sonnestrahlen ab, die jedoch nicht ausreichten, unsere nassen Schuhe zu trocknen. Der Wetterlage trotzend, ein doch sehr gelungener Ausflug rund um die Rietburg und darüber hinaus.

Das „TandemCruisen“ runden wir ab mit Cappuccinoschlürfen am Schwanensee Landau/Pfalz.

Zweiter Ferientag

Ich konnte den Alltag nicht vernachlässigen, so fuhren wir gemeinsam in die Tagesklinik Landau um mit meinen mir ans Herz gewachsenen Patienten NordicTalking zu laufen. Jürgen, da eine offene Laufgruppe für Ex-Patienten und „Normalies“, hielt den locker gestalteten Rundkurs gut mit.

Nach NordicTalking, Überbrückung einiger steiler Anstiege zu den schönsten Aussichtspunkten mit dem Tandem, ließen wir es in der Sauna bei „Aufguss Michael“ so richtig krachen. Insgesamt drei Aufgüsse schafften wir, bis uns der Heißhunger aus der Hütte trieb. So blieben wir beim Pizzabäcker meines Vertrauens in Edenkoben hängen. Später schraubten wir uns mit pizzagefülltem Bäuchlein,- jeder still auf seinem Sattel sitzend, in die Höhe nach Rhodt.

Ein sonniger Herbsttag mit bewegten Bildern im Kopf ist vorbei.
Zufrieden und glücklich fallen wir an diesem Tag frühzeitig in die Kojen.
Immer wieder gerne!!

Ich sage Danke für wunderbare Stunden. Schön, dass es dich gibt und wir uns in kürzester Zeit kennengelernt haben.!

So kann es dann aussehen wenn zwei ehemalige Teilnehmer der Mut-Tour und Ortsgruppengründer sich gemeinsam bewegen. Eine nicht zu unterschätzende Begleiterscheinung der Mut-Tour. Bundesweite Bekanntschaften, Freunde gewinnen, Freud und Leid teilen und neue Ideen gemeinsam erarbeiten.

Wir werden versuchen diese Besuche zu wiederholen, weitere Menschen und begeisterte Radfahrer zu gewinnen für kleinere Wochenendtouren.

Ich selbst möchte mich an dieser Stelle bei Sebastian Burger für seine tolle Arbeit mit der Mut-Tour bedanken und wünsche mir weiterhin den Fortbestand der Tour.

Allen anderen Aktivisten, Mitarbeitern und Unterstützern ein riesen Dankeschön für

sooo ….

V I E L.

14.12.2015

Text und Bild zur Teilnehmer-Suche MUT-TOUR 2016

Presse-Mitteilung für längere Veröffentlichungen

Für Newsletter und kurze Online-Aufrufe:

MUT-TOUR 2016 sucht wieder Teilnehmer (mit und ohne Depressionserfahrung)!

An 8 bis 12-tägigen Etappen können zwischen Juni und September 2016 wieder einige Menschen mit und ohne Depressionserfahrungen teilnehmen. Um 7 Uhr aufstehen, Öffentlichkeitsarbeit, Abenteuer, Zelten, Radfahren sowie die Gemeinschaft in der Gruppe geben viel, verlangen aber auch Stabilität und Flexibilität. Sportler muss man nicht sein – wir informieren und beraten gerne telefonisch, für wen es passen kann: www.mut-tour.de/etappe

Gemeinsam auf schwer beladenen Tandems Deutschland erkunden und Öffentlichkeitsarbeit machen - Die MUT-TOUR sucht für 2016 wieder Teilnehmer an 8 bis 12-tägigen Etappen

Gemeinsam auf schwer beladenen Tandems Deutschland erkunden und Öffentlichkeitsarbeit machen – Die MUT-TOUR sucht für 2016 wieder Teilnehmer an 8 bis 12-tägigen Etappen (Per Klick auf das Bild lädt die schwere Druck-Version)

Team 1 fährt in sieben 8 bis 12 tägigen Etappen 4800 km.

Team 1 fährt in sieben 8 bis 12 tägigen Etappen 4800 km.(Per Klick auf das Bild lädt die schwere Druck-Version)

Bislang ist die MUT-TOUR Deutschlands erstes und einziges Aktionsprogramm auf Rädern, das einen Beitrag zur Entstigmatisierung der Depression als Erkrankung leistet.
Zu den Förderern der MUT-TOUR gehören Aktion Mensch, Techniker Krankenkasse, Deutsche Rentenversicherung Bund und die Gesundheitszentrum Bad Laer Stiftung zur Förderung des Gesundheitswesens. Projektträger ist die Deutsche DepressionsLiga e.V., Schirmdame ist die Stiftung Deutsche Depressionshilfe.
Die MUT-TOUR erhielt im November 2015 den Antistigma-Preis der DGPPN.

09.12.2015

Technik-Update Tandembau: endlich sandgestrahlt (-:

Nach langem Warten ist der Tandemrahmen endlich wieder in meinen Händen.
Das Sandstrahlen hat doch etwas mehr Zeit in Anspruch genommen als erwartet.
Erstaunt, oder besser gesagt sehr überrascht war ich über die doch sehr gut verarbeiteten Lötstellen, die zu Anfang und mit dem Flussmittel überzogen, für mich einen recht bedenklichen Eindruck bezüglich der Stabilität und Aussehen darstellten.
Hier und da werde ich die Lötstellen mit der Feile noch weiter verfeinern. Der Rahmen ist durch das Sandstrahlen, ziemlich rauh geworden und muss nach weiteren Bohrungen von Ablauflöchern, erst mal wieder geschliffen werden. Evtl. eindringendes Wasser oder Kondenswasser in den Rahmenrohren kann durch die Löcher abfließen.
Da ich immer noch an meiner Einstellung festhalte, das Tandem aus überwiegend gebrauchten Teilen zusammen zu stellen, ist nun vorab die Suche nach gebrauchten Teilen im eigenen Lager, bei Flohmärkten oder Onlineanbietern angesagt.
So, soll zunächst meine alte Shimano LX- V- Brake mit verstärkter Paralleler Bremsschuhführung für genügend Bremskraft sorgen.
Eine mechanische oder hydraulische Scheibenbremse als Schleppbremse wird zusätzlich eingebaut um bei Bergabfahrten Sicherheit zu haben.
Ich find sie nicht nur scharf aussehend, sondern nach einer gewissen Einfahrstrecke (ein, zwei Kilometer ;-)) sau bequem. Die Echtleder Sättel von Brooks Modell damals Contess und Conquest, was den heutigen Flyer oder Flyer Special darstellt. Ein Aha Erlebnis auf den ersten paar Metern.
Nach dem Motto, „steh ich noch oder sitz ich schon“. Mal ausprobieren tut gut. Ich kauf sie gerne gebraucht. „Soll sich doch der Vorbesitzer den……“
Die beiden Patentstützen waren nicht einfach zu finden, hab diese aber doch noch im Lager gefunden.
Ob dass mit dem Lenker alles so bleibt, weiß ich noch nicht genau, eher dann, wenn es mal ans „Treten“ geht bzw. die optimale Sitzposition gefunden werden muss.
Dass muss stimmen, sonst schweigen sich die Beine bei den Bergetappen womöglich noch aus.:-))
Und da wäre eine Wiederholung oder Revanche im Allgäu aus Etappe 3 nicht möglich oder ein klägliches Desaster.:-))Määäähhh!!!
Um beim Ein- und Ausbau des Vorderrades nicht immer mit dem kleinen Stecker vom Anschluss des Nabendynamos zu hantieren, habe ich in das Gabelende eine Kontaktplatte montiert und das Kabel in die Gabel bis zur Gabelbrücke verlegt.
Edelstahllowrider von Tubus zieren die für Tandems ausgelegte Starrgabel. Der hintere Gepäckträger auch Edelstahl von der Firma Tubus ist im Moment etwas störend beim Einbau der hinteren Schleppbremse, da der Bremskolben zu breit ist oder ganz einfach gesagt der Gepäckträger direkt vor dem Bremskolben der Scheibenbremse sitzt. Hier muss ich noch mal ran.
Die erste Probefahrt nach dem ich Laufräder, Steuerung und Bremsen montiert hatte, ließ nicht lange auf sich warten.
Ein vor der Haustür liegender Abhang war hierfür wie geschaffen.
Ich schob den Boliden ziemlich weit nach oben, ließ mich auf dem geschmeidigen Brooks nieder, nahm die Füße hoch auf den Rahmen und schoß schon mit einigen KM/H den Berg hinunter.
Messerscharf dachte ich als ich unten ankam und wiederholte den Vorgang ein paar mal.
Der Bolide liegt wie ein Brett auf der Strasse.
Es ließ mir keine Ruhe die nächste Bewährungsprobe zu organisieren, in dem sich meine Lebensgefährtin auf den Gepäckträger schwang und wir gemeinsam den Hang hinunter schossen.
Nach mehrmaligem Fahren und einer gewissen Sicherheit wackelte ich mal richtig am Lenker.
Messerscharf, das Teil wackelt mal kurz und kriegt sich sofort wieder ein.
Das sind schon „Genauere Ansagen“ und es vermittelt mir ein gutes Gefühl die nächsten Schritte einzuleiten, Geld zu investieren um die Tretkurbeln zu bestellen, so dass der nächste Bericht, ein Fahrbericht sein wird.

Bis dahin eine gute Zeit Allen.

07.12.2015

Tandembau Tag 2

9:00 Uhr pünktlich wie immer zum 2. Arbeitstag und Weiterentwicklung des Tandems.
Es war ein sehr ernsthafter Tag, da viele formschlüssige Verbindungen hergestellt werden mussten. Dies erforderte allerhöchste Konzentration da wir nur diese beiden alten Rahmen zur Verfügung hatten und ein Schnitt mit der Flex falsch angesetzt, eine Verzögerung bedeutet hätte. Also „Augen auf im Strassenverkehr“ und die Ohren gespitzt.
Zunächst machte ich mich mit der Arbeit an das Vordere Tretlager. Das alte musste so knapp wie möglich herausgetrennt werden, um den Exzenter einbauen zu können. Schweißtreibende Angelegenheit sag ich da nur…
Danach waren die beiden Rahmen auf der Rahmenlehre nochmals auszurichten und das Unterrohr wurde eingezogen.
Flex, Schleifflex, Feile und Fingerschleifer kamen zum Einsatz. Dazu kam der ständige Arbeitsplatzwechsel.
Eine Joggingrunde am Abend blieb mir von daher erspart.
Cheffe Lindler kümmerte sich in dieser Zeit um die neuen Rohloff Ausfallenden die später auch als Kettenspanner genutzt werden. Disc-Aufnahme integriert.
Meine Aufgabe in der Zwischenzeit war eine Diagonalstrebe vom hinteren Tretlager auf das vordere obere Sattelrohr einzupassen.
Arbeitsweise wie oben beim Unterrohr und dem Exzentertretlager.
Leider konnten wir heute nicht bis zum Schluss unsere Bilddokumentation durchführen und auch der Spaßfaktor blieb etwas auf der Strecke – aber so ist es nun mal bei so angespannter Arbeit.
Jürgen

07.12.2015

Tandembau Tag 1

Arbeitsbeginn 9:00 Uhr bei Sebastian Lindler in Dörrenbach in der Pfalz, nahe der französischen Grenze und genauer dem Elsaß.
Die Idee ist, ein ganz eigenes Tandem zu bauen, dabei überwiegend gebrauchte Teile zu verwenden um dem Nachhaltigsgedanken Genüge zu tun, die alten Materialien wertzuschätzen, nicht ohne diese, wenn nötig und sinnvoll, doch mit neuen Teilen aufzubessern.
Wir suchen gemeinsam zwei gebrauchte Stahlrahmen für das Tandem aus. Zwei Scottrahmen sollten uns nun zum Bau des Tandems dienen.
Das hat man nun von den Wiederverwendungsgedanken: Arbeit, Arbeit Arbeit!
Schleifen bis zum Abwinken, ohrenbetäubender Krach und Staub aus Grundierung und Lack.
Dort wo später Verbindungen gelötet werden müssen, muss halt der Lack ab und der blanke Stahl soll sich zeigen.
Einige Bügel und Gegenhalter für Bremszüge und Schaltzüge müssen ebenfalls der neuen Konstruktion weichen.
Erst nach stundenlangem Schrubben mit der Flex, Schleifen mit dem Fingerschleifer und Feilen mit Handfeilen können die Rahmenteile auf die Tischlehre.
Jetzt ein paar Gedanken noch zur Verbindungsstrategie, Zusammensuchen von passenden Rahmenrohren, und schon ist der erste wirklich produktive Tag um.
Nie gedacht dass wir heute so weit kommen, aber zwischendurch hab ich schon mal überlegt „hätteste bloß neues Gedöns genommen“ statt dem gebrauchten Material.
Das bring ich aber nicht übers Herz. Gerettet ist gerettet und vermittelt mir ein ach so gutes zufriedenes Gefühl.
Morgen geht es mit den Rahmenstreben weiter, es wird der Exzenter vorne angeheftet, die Streben werden gebogen und die Ausfallenden angeheftet.

Liebe Grüße, Jürgen

07.12.2015