Eyecatcher

Etappen-Teilnahme

Liebe MUT-TOUR-Interessierte!
Aktuell sind drei Plätze in folgenden Etappen frei (geworden) – schnell zuschlagen:
1: Heidelb-Leipzig (3.6./16-18h -14.6./16h)
2: Leip.-Münster (17.6./16-18h – 29.6./16h)

Ansonsten gilt grundsätzlich: Wenn Ihr Interesse an einer Teilnahme habt, meldet Euch jetzt schon für 2017! Überfliegt zumindest den Inhalt dieser Seite und meldet Euch über das Kontaktformular. Sobald ein Platz frei wird bzw. spätestens für die MUt-TOUR 2017 (Viele 4-tägige Etappen zwischen Juni und August) melden wir uns dann den Eingängen Eurer Interessensbekundungen entsprechend bei Euch zurück. Es ist also nie zu spät (-:

Auf dieser Seite findet Ihr unten bereits recht viel Informationen. Meldet Euch gerne über das Formular, Stefanie oder Katharina – unsere “Informiererinnen” melden sich bei Euch.

Bei der MUT-TOUR mitzufahren bedeutet Radfahren, Gruppe und Natur zu erleben und viele Journalisten zu treffen. Fürs Übernachten entstehen Euch eigentlich nie Kosten, meist geben wir 6-9 Euro pro Nase und Tag für das selber gekochte Essen aus, was bleibt sind die Fahrtkosten. Wir sind sowohl an Menschen mit als auch ohne Depressionserfahrungen interessiert, die Interesse an Öffentlichkeitsarbeit haben.
Ein obligatorisches Vortreffen an der Sporthochschule gibt es im Mai 2016.

MT_2016_EtappenDie 7 Etappen für neue Teilnehmer

Zum Aufklappen: Mehr Wissenswertes und das Kontakt-Formular für Teilnehmer mit und ohne Depressions-Erfahrungen

Die Termine 2016 (reine Fahrtage, Ankommen am Vorabend!)
Etappe 1: 4. – 14. Juni (Heidelberg – Leipzig)
Etappe 2: 18. – 29. Juni (Leipzig – Münster)
Etappe 3: 2. – 13. Juli (Münster – Mainz)
Etappe 4: 16. – 23. Juli (Mainz – Nürnberg)
Etappe 5: 27. Juli – 5. August (Nürberg – Berlin)
Etappe 6: 10.-20. August (Berlin – Kiel)
Etappe 7: 24. August – 3. September (Kiel – Bremen)

 

Die Etappen sind zwischen 8 und 12 Fahrtagen lang plus jeweils eine Nacht mehr, weil wir uns stets am Nachmittag des Vortages treffen. Je nach Anreise kannst Du also einen ganzen Tag mehr veranschlagen. Bei den meisten Etappen könnt Ihr noch am Ankunftstag nach Hause fahren. Wer von Nürnberg nach Cuxhaven muss – ok, diese Person sollte auch da noch eine Nacht einkalkulieren. An den meisten „letzten Tagen“ sollten wir um 18 Uhr Bahnhofs-nah und fertig sein.

Du mußt kein expliziter Sportler sein
Du mußt kein expliziter Sportler sein – wichtiger ist, dass Du Lust hast:

    • Täglich 50-60 km in einem 6er-Team auf drei Tandems zu radeln (Wer lenkt ergibt sich dann, Regeln gibt es keine und: Wenn Du Dich schwach fühlst findet sich ein stärkerer (Co-)Pilot!)
    • Einige Tage und Nächte lang in der Gruppe zu zelten oder auch mal bei spontanen oder vorbereiteten Gastgebern übernachten
    • Wir bemühen uns nach Kräften, täglich mehrere Interviews mit Journalisten und zusätzlich einige „Brunnenfotos“ zu machen, die wir den Zeitungen zur Verfügung stellen. Es gibt Etappen, die durch „strukturschwache“ Regionen eher ruhig sind. Andere haben besonders viele Schüler als Teilnehmer der Mitfahr-Aktionen. Zu diesen verschiedenen Charaktern der einzelnen Etappen werden Interessierte erst am Telefon informiert.
    • Eine anonyme Teilnahme ist an der Pressearbeit ist möglich bzw. sogar nicht schlecht: Wir haben einen Smiley dabei, den man sich vors Gesicht halten kann – damit wollen wir auch die große Mehrheit derer repräsentieren, die es sich NICHT outen können/wollen/trauen..
Umgang mit dem Thema Depression
Ein „Outing“ innerhalb der Gruppe ist insofern nötig als dass Du mit Dir oder Deiner Depression bereits soweit im Reinen sein musst, dass es kein Tabu-Thema sein darf. Wir sprechen weißgott nicht ständig über Medis, Therapeuten oder Probleme. Aber es ist ein Problem, wenn Du noch nicht die nötige Offenheit besetzt, in einem geschützten Rahmen über Depression zu sprechen.

Selbstkosten-Basis
  • Die MUT-TOUR läuft für alle Teilnehmer auf Selbstkosten-Basis:
      • Anreise zum Vortreffen (Köln), Startort der Etappe, Abreise vom Zielort (hier kann es finanzielle Unterstützung geben)
      • Vorab: 10 Euro pro Tag Anteil für die Essenskasse Deiner Etappe (Reste werden erstattet)
      • Vorab: Können evtl. Kosten für eine sportmedizinische Untersuchung entstehen (erklären wir Dir am Fon, Kosten können im Zweifel übernommen werden)
      • Von vorne herein miteinberechnete Zugstrecken wie Bayreuth-Dresden werden von der MUT-TOUR übernommen.

 

Erwartungen an Dich
Das wird von Dir erwartet:

      • Du hast oder leihst Dir Isomatte, Schlafsack, zwei Radhosen mit Einlagen und Regensachen. Zelt & Co wird gestellt, mehr Details später..
      • Alle bringen eine sportmedizinische Untersuchung bzw. ein befundetes Belastungs-EKG bei – das dient zum einen der rechtlichen Absicherung der Veranstalter. Zum anderen hilft es zu sehen, wie es um Deine Kondition steht.
        Wenn Du eins hast, das zum Teilnahme-Zeitpunkt nicht älter als 1 Jahr ist: super, her damit!
      • Alle bringen einen Nachweis über eine zum Teilnahmezeitpunkt geltende Privat-Haftpflichtversicherung bei.
      • Menschen mit Depressions-Erfahrungen müssen noch eine psychologische Unbedenklichkeitsbescheinung vom Therapeut oder Arzt beibringen – das ist aber sehr, sehr niederschwellig, keine Sorge.
      • Als letztes füllst Du noch einen Check-Up-Bogen aus, der sicherstellt, dass Du die verschiedenen Anforderungen & Co gelesen und verstanden hast. Einige Haken und Deine Unterschrift, mehr nicht.
      • Für alles Obige haben wir Vordrucke und erklären es Dir auch nochmal am Telefon, sobald Du uns unten Deine Nummer zukommen läßt. Du bekommst dann die Vordrucke in einem PDF zugemailt
      • Fitness: Es gibt nur begrenzt flache Etappen. Es kommt extrem selten mal vor, dass jmd. wegen seiner/ihrer Fitnes nicht mitkann.
      • Lust auf Gruppe, Teamfähigkeit und Kompromissbereitschaft
      • Dass Du ohne Freunde, Partner oder Verwandte teilnimmst – damit es kein Voreingenommenheiten, etc. gibt, traben bei der MUT-TOUR alle „alleine“ und somit offen für Neue und Neues an. Das hat auch Fairness den anderen Teammitgliedern zu tun, Du bist Mitgebrachten gegenüber immer voreingenommen und das ist (außerhalb der MUT-TOUR) ja auch gut gut so.

 

Infos für Depressions-erfahrene Interessenten
    • Bescheinigung der psychologischen Unbedenklichkeit:
      Bei der MUT-TOUR fahren keine Ärzte oder Therapeuten als Behandler mit. Es gibt kein Begleitfahrzeug oder dergleichen. Wir haben eine Telefon-Hotline und die nächste Notfallstation ist – Deutschland sei Dank – meist nie wirklich weit entfernt.
      Die MUT-TOUR mag für die meisten Teilnehmer anti-depressiv und für einige gar therapeutisch wirksam sein. Sie ist aber definitiv keine Therapie. Will sie und soll sie auch nicht sein. Mit der Bescheinigung, die Dir Dein Hausarzt, Psychiater oder Psychologe unterschreiben muss, soll ausgeschlossen werden, dass Du stärker als akut mittel-stark depressiv betroffen bist. Wir schliessen akut Depressiv-Betroffene schon alleine deshalb nicht aus, weil Depressionen bei den meisten unserer Leute kommen und gehen. Und weil es auch spezielle Teilnehmer gibt, die trotz akuter Depression gut mitfahren können, ohne sich zu überforderen.
      Haupt Zielpublikum sind dennoch nicht mehr akut Betroffene, die aus Erfahung von ihren Episoden berichten können.
      Depressionen betreffen viele Menschen, auch solche mit zusätzlichen Erkrankungen wie Borderline, Psychosen und Bipolarität. Gut eingestellte Bipolare können wir im Team mitnehmen, viele andere leider nicht. Dafür ist unser Presse- und Team-Alltag zu anstrengend. Das können wir leider weder leisten noch auffangen. Sorry!!

So sah die MOOD TOUR 2014 aus
    • Bis April 2015 hießen wir noch englisch. MOOD TOUR ist dasselbe wie MUT-TOUR. Einen guten Einblick in den MUT-TOUR-Alltag erhaltet ihr im Archiv der MOOD TOUR 2014 – seht Euch dort die Bilder, Berichte, Videos und Zeitungsartikel an!
Öffentlichkeitsarbeit
    Wie schon 2012 und 2014 gibt es Aktionstage. Also Infostand- und Mitfahr-Aktionen bei und mit unseren Partnern in verschiedenen Orten in ganz Deutschland. Statistisch gibt es alle 2,8 Tage einen Aktionstag. Mal sind die kurz und unspektakulär. Mal groß, toll und anstrengend. Die Aktionstage sind die „Brücke zur Bervölkerung“, sozusagen unser aktiver Teil der Öffentlichkeitsarbeit.

  • Davon unabhängig wichtig ist die Berichterstattung über Projekt und Anliegen. Wir haben meist 1-4 Interviews am Tag, die 10 bis 100 Minuten gehen – manchmal nehmen die Lokaljournalisten unser Angebot sie zu informieren sehr ausgiebig wahr. Warum? Weil sonst anscheinend so weniger Menschen offen und gelassen über Depressionen sprechen. Deswegen machen wir das ganze ja. Hinzu kommen noch ein paar „Brunnenfotos“ pro Tag – also fest einstudierte Formationen vor Sehenswürdigkeiten eines Ortes, wo wir gerade niemanden haben treffen können. Dieses Brunnenfoto wird den Journalisten dann mit einem Standart-Pressetext zugemailt.
    Da meist eh nicht alle Teilnehmer gleichzeitig mit den 1-2 Journalisten reden können, können die anderen ausruhen, pinkeln oder was-auch-immer nahe der Gruppe tun.
    Einen Zwang bei der aktiven Pressearbeit mitzufahren gibt es nicht. Wer aber auf die Frage eines interessierten Teilnehmers einer Mitfahr-Aktion, ob man selber depressions-erfahren sei nicht gelassen „Ja“ oder „Nein“ antworten kann, sollte sein Interesse am Projekt nochmal überdenken.
  • Niemand wird auf Gruppenfotos zum Grinsen oder bei Pressterminen zum Sprechen gezwungen. Wenn jmd. Anonymität möchte, ist das absolut ok bzw. sogar ganz gut: Es zeigt doch auch, wie wichtig Anti-Stigma-Projekte wie die MUT-TOUR sind. In diesem Sinne: Oute Dich bitte nur soweit, wie Du wirklich möchtest!
Etappen-Alltag
  • 50-60 km im Schnitt sind meist gut machbar, aber dennoch tagwerk-füllend und auch körperlich anstrengend (-:
  • In extremen Fällen (Rückenwind, Berge, wenig oder viel Zeit, alle mega fit) können es auch mal nur 35 oder gar 90 km werden. Wir rechnen aktuell mit 4800 km bei 75 Fahrtagen des Team 1. Der Schnitt ist 64km/Tag. De fakto gibt es angepasste Tages-Leistungen bzw. bleiben wir flexibel, weil wir keine fixierten Nachtquartiere haben. Ganz zur Not steigen wir in die Bahn.
  • Wir stehen um 7 Uhr auf, Aufgaben im Team rotieren oder es gibt mit etwas Glück eine Frühstücksfee, die/der eh schon um 6 Uhr nicht mehr schlafen kann und die/der dann schon vorher Tee und Kaffe kocht. Wir haben Benzin- bzw. Gaskocher, Töpfe, Tellerchen & Co dabei. Gekocht wird vegetarisch, wenn dringend nötig gibt es vereinzelt Mischkost. Die Kommunikation im Team verläuft an einigen Stellen basisdemokratisch, an anderen Stellen macht Sebastian Burger als Tourleiter die Ansagen. Es gibt tägliche, moderierte Plena.
  • Je nach Sonnenstand versuchen wir zwischen 16 und 19 Uhr anzufangen, einen Schlafplatz zu suchen. Das dauert meist nicht lange (15-45 Minuten), selten mal über 60-80 Minuten. Die „Zeltstadt“ abends wieder aufzubauen, zu kochen, abzuwaschen, sich zu waschen (See, Fluss, Outdoor-Dusche, manchmal eine „echte“ Dusche), etc. dauert ca. 2-4 Stunden, je nach Eingespieltheit. I.d.R. bleiben 7-8 Stunden für guten Schlaf.
    Da wir hier weder TUI noch ein buchbares Reha-Angebot sind oder sein wollen: Bitte keine Beschwerden, wenn es mal an einem oder mehreren Tagen ganz anders läuft. Unser Anspruch ist immer, Probleme vor Ort zu lösen. Wenn es mal technische Defekte oder soziale Probleme, werden – verkürzt gesagt – die Nächte kürzer, dafür können meistens alle dabei bleiben (-;
  • Bisher haben wir etwa 3/4 der Nächte im Zelt verbracht, das war meist sehr schön und immer im Einklang mit der mit der natürlichen und auch der menschlichen Umwelt! Es tut sich häufig ein tolles Plätzchen auf, wir haben aber auch viel Kontakt mit unbekannten Bürgern.
Sonstige Fragen
  • Wer steckt hinter der MUT-TOUR und wie kam es dazu?! Sebastian Burger hat das Projekt 2011 ins Leben gerufen und ist seitdem dessen hauptberuflicher Projektleiter. Zwischen 2001 und 2010 hatte er schon einige große Tandem-Projekte realisiert. Durch eine eigene Winterblues-Phase (keine Depression im klinischen Sinne, aber immerhin eine seelische Krise) – kam die Idee auf, ein viertes großes Projekt zum Thema „seelisches Ungleichgewicht“ zu machen, weil diese Art des Reisens eigentlich alles bietet, was antidepressiv wirkt: Struktur, Natur, Sport und Gemeinschaft. Über die Jahre hat sich das jetztige (abgewandelte) Konzept ergeben. Hinter dem Projekt stehen fantastische Unterstützer wie besonders die Deutsche DepressionsLiga (Trägerverein), die Stiftung Deutsche DepressionsHilfe (institutionelle Schirmdame) und der ADFC (Veranstalter). Das Geld kommt seit 2012 von der Deutschen Rentenversicherung, wechselnden Stiftungen und immer auch einer gesetzlichen Krankenversicherung. Seit 2014 ist die Aktion Mensch ein wichtiger kostenträger. Neben der Projektleitung werden noch verschiedene andere, feste und freie Mitarbeiter bezahlt, damit zusammen mit den über 300 ehrenamtlichen und professionellen Partnern der Aktionstag-Standorte alles möglichst rund läuft.
  • Was ist mit Abbrüchen?! Wenn jemand einen Durchhänger hat, versuchen wir es durch Gepäckverlagerung oder Co-Pilotenwechsel aufzufangen. Wenn das nicht klappt, oder wenn jmd. daheim gestorben ist oder wenn ein Teilnehmer wider Erwarten mit der Gruppe oder die Gruppe mit ihm/ihr nicht zurechtkommt: Dann kann es zum Abbruch kommen. Es ist wichtig, dass alle Teilnehmer (TN) ihren Beitrag leisten, dass wir eine positive Zeit haben. Wenn dies nicht gelingt, kann es nötig werden, dass ein TN, eine TN’in, die Gruppe verläßt. Aus Selbstachtsamkeit oder weil er/sie doch überfordert war… Warum auch immer.
    Für den unwahrscheinlicheren Fall, dass speziell eine Person vom Rest der Gruppe als problematisch empfunden wird und selbst keine Einsicht/Reflektion hat: Alle (!) TN unterschreiben vor dem Etappenstart, dass sie im Extremfall aus der laufenden Etappe ausgeschlossen werden können. Dass somit kein Anspruch auf Teilnahme besteht. Dieser Ausschluss geschähe durch den Tourleiter – in Absprache mit den Teilnehmern und der begleitenden Sozialpädagogin/en. Bei den bis dato 27 Etappen hätte das 1-2 mal vorkommen sollen, ist es aber in diesen konkreten Fällen nicht.
  • Wieviel Privatsphäre hat man? Wenig. Für Leute mit Tendenz zum Gruppenkoller ist die MUT-TOUR nicht das Richtige. Nachts im Zelt solltest Du Deine Ruhe haben – ob Dir dies ggf. nur mit Ohrstöpseln gelingt, hängt sehr von Dir und der zweiten Person im Zelt ab (-: Schnarcher bringen als einzige ein eigenes, viertes Zelt mit ;-). Es ist nicht möglich, dass wir mit 6 Zelten fahren.Wenn es gut läuft oder wenn Du mit weniger als 7-8 Stunden Schlaf auskommst, kannst Du dir abends natürlich noch in Ruhe den Sternenhimmel ansehen und runterkommen. Das schaffen einige Wenige..
  • Versteht mich überhaupt irgendwer? Aber hallo! Verständnis ist ganz sicher einer der großen Qualitäten in den MUT-TOUR Etappen Teams. Wenn etwas perfekt klappt, dann das (-;
Kontakt-Formular
Bei Zweifel oder Fragen, kontaktiere uns über folgendes Formular. Wenn Du Dich für eine Etappen-Teilnahme interessierst, schreibe gleich Deine Telefonnummer (Festnetz, wenn möglich) mit rein!

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