Bilder Team 1 Etappe 6 Berlin Kiel

Einen sehr ausführlichen Erlebnisbericht mit eigenen Bildern einer Teilnehmerin gibt es hier!

21.08.2016

Bilder Team 1 Etappe 4 Mainz Nürnberg

Die vierte Etappe ging vom 15. bis zum 24.7.2016 und führt uns von Mainz nach Nürnberg.
Zusätzlich zum Erlebnis-Bericht unten, gibt es noch einen anderen tage-weisen 3-Seiten-Bericht.

Meine erste Mut-Tour

Noch heute, vier Tage nach Ende meiner ersten Etappe von Mainz nach Nürnberg, bin ich ganz erfüllt von dem, was ich erlebt habe auf der Mut-Tour. Es lässt mich nicht los, und ich habe mindestens schon 20 Personen von meinen Erlebnissen bei der Etappe erzählt Auch Kollegen im Betrieb waren beeindruckt.

Die Tour Erlebnisse
Wir starteten am ersten Tag in Mainz und ich glaubte, es nicht zu schaffen. Das Tandem war schwer zu fahren, es hat, wenn langsames Tempo erforderlich war, gewackelt wie ein Kuhschwanz. So hatte ich nach ca. zwei bis drei Stunden Fahrt schon die Schnauze voll. Als Sebastian dann auch noch zu mir sagte:„ Da ist ja ein Loch in der Fahrradpacktasche!“, wollte ich im Boden versinken, denn bei mir kam dies als Vorwurf und Schuldzuweisung an. Ich dachte: „ Ich hau lieber ab!“ Mein altes Muster kam eben sofort hoch. Dass ich dann doch nicht geflüchtet bin, hat mir wunderbare Erlebnisse beschert, die ich nie mehr missen möchte! Denn was nach diesem unerfreulichen Beginn kam, hat den Anfang ungeschehen gemacht. Ich bin so glücklich, dass wir die anfänglichen Probleme am selben Abend noch ausgesprochen und gelöst haben. Somit konnten wir unbelastet in die folgenden Tage starten.

Die Etappe entwickelte sich für mich wie ein kleines Abenteuer. Wir begegneten einigen wirklich klasse Menschen, das hatte ich so nicht erwartet. Manchmal war es, als wenn Engel uns begegneten, wie z.B. Frau Christ, die uns bewirtete und uns umschwärmte… oder der Pannenhelfer, der uns kostenlos das Rad zusammenschraubte….

Auch die Treffen mit den Pressevertretern war interessant: zu sehen, ob jemand wirklich Interesse hat oder nur seinem Job nachgeht. So haben wir tatsächlich Redakteure und Volontäre kennengelernt, für die das Thema „Depression“ mehr als nur einen Artikel wert war. Solche und andere Begegnungen mit Menschen auf der Fahrt oder bei den Terminen, waren oft bewegend. Es ist schon erstaunlich, wozu „Depressive“ fähig sind!

Was die Tour so bestechend schön und abenteuerlich machte, war das Ungeplante. Wir wussten oft nicht, wo wir schlafen würden. Abends gegen 21.00 Uhr eine Wiese zum Nächtigen zu finden und dann in der untergehenden Sonne die Zelte aufzubauen und Essen zu kochen, das war spannend. Dann unter dem Himmelszelt zu liegen und die Sterne und den Vollmond zu betrachten, bei lauen Temperaturen, haben mich zum Schwelgen gebracht: „Wann erleb ich denn sonst sowas?!“ – Eben Abenteuer pur bei der Mut Tour = Alltag vergessen.

Auch die Gespräche und die Gemeinschaft während der Fahrt haben mich stark ermutigt. Da waren Menschen um mich, die frei reden konnten, ihre Gefühle ausdrückten, es gab keine Tabus (Rülpsen,… erlaubt). Ich habe Freunde gewonnen und hoffe, dass auch sie aus der Tour Kraft schöpfen können und ihren Alltag jetzt besser bewältigen als es vor der Tour war. Denn was die Tour gebracht hat: Neue Gedanken, Kraft, Ermutigung und Hoffnung – das alles nehme ich wahr und mit nach Hause.

Ich danke Euch, meine Freunde: Bastian: Ich hoffe Du kommst gut weiter im Beruf, Erich: immer hilfsbereit und freundlich, Anna-Lisa: immer präsent, Richard :Dein schräger Humor – stark, Ines: du bist eine starke Frau und Sebastian: unser Mut Macher / Du hast uns trotz der schweren Zeit durchgetragen / was Du uns bereitgestellt hast – Tandems, Taschen,…… ist erste Sahne / Es ist gut Dich zu kennen.

Herbert

31.07.2016